Die Osterbotschaft

Eine Verschwörung gegen den Vatikan. Eine gezielte Kampagne. Aufgebauschte Meldungen. Böse Übertreibungen: Das war in diesem Jahr die Osterbotschaft. Papst Benedikts Urbi et orbi hatte einen merkwürdigen Beigeschmack. Die Führung der  katholischen Kirche hat trotz der Entschuldigung des Papstes für den hundertfachen Mißbrauch von Kindern in Irland und der Erklärungen seiner Sprecher, er sei von den Verfehlungen der Priester und der Duldung durch Bischöfe erschüttert, in den vergangenen Wochen versucht, den weltweiten Skandal herunterzuspielen.

Mein Gott - so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Die Verteidigungs- Strategie der Konservativen im Vatikan, verkündet auch durch den Observatore, ist unverfroren und ignorant. Nicht nur die Opfer sind empört sondern auch Millionen Katholiken, die an der Unfehlbarkeit ihrer Kirche mehr als zuvor zweifeln. Die Zahl der Verweigerung und der Austritte wird weiter zunehmen. Der Papst als eine moralische Instanz verliert von Jahr zu Jahr und nun von Monat zu Monat an Ansehen. 

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