Deutsch - deutsche Geschichten

Das Ende der DDR - Erinnerungen? Mit dem 25. Jahrestag der Einheit wird der verschwundene zweite deutsche Staat in den Medien erst einmal an Attraktivität verlieren - als sei alles gesagt. Vollendet ist nichts und auch nicht zusammengewachsen, was zusammengehört, wie Willy Brandt es sich wünschte.

So wenig wie überall blühende Landschaften entstanden sind.

Es wird auch in Zukunft weiter wichtig sein über die Teilung und deren Folgen für die Menschen in beiden Staaten zu informieren. Es wird eines der wichtigen Themen für mich bleiben.

Immerhin sind seit Herbst 2014 fünfzehn Deutsch - deutsche Geschichten entstanden und in der Sendung Zeitfragen auf Deutschlandradio Kultur veröffentlicht worden.

Zwei bilden den Abschluß: Das Haus an der Grenze in Hohegeiß: Beobachtungen und Dokumentationen des ehemaligen Schulleiters Friedemann Schwarz (Sendung voraussichtlich am 19. August) und über Den Ikarus von Dresden.

UNSERE SEHNSUCHT NACH FREIHEIT

"Unsere Sehnsucht nach Freiheit" - ungewöhnliche Fluchtgeschichten. Nach über einem Jahr Recherchen und Reisen quer durch Deutschland ist das Manuskript für das nächste Buchprojekt nahezu fertig. Der größte Teil der Texte hat das Lektorat passiert. Es gibt noch eine Kürzung und zwei zusätzliche Texte als Ergänzung: Ein Dresdner Tüftler und Erfinder hat sich sein eigenes Kleinflugzeug für den Abflug in den Westen gebaut - und ist im letzten Augenblick von der Staatssicherheit verhaftet.worden. Und: die zweite Geschichte ist der Plan, in Taucheranzügen durch die Donau den Westen zu erreichen.
Es ist eine Sammlung von Storys von den fünfziger Jahren bis zum Ende der DDR: der Sprung vom DDR-Kreuzfahrtschiff "Völkerfreundschaft" über die Reling ins Mittelmeer, die Flucht durch das Minenfeld, durch die Werra oder den Neusiedler See.  Dabei werden nicht nur die Flucht, der Fluchtversuch, Verurteilung und Gefängnisstrafe geschildert. Interessant war und ist das Leben davor - in der DDR und danach - in der Bundesrepublik, sind die unterschiedlichen Erfahrungen - die Erfüllung von Träumen mit Reisen bis nach Südamerika und in die Südsee oder auch Enttäuschungen

BRAUNE SCHATTEN

BRAUNE SCHATTEN - nach über zwei Jahren in der kommenden Woche - noch vor Weihnachten - in den Buchhandlungen. Rechtzeitig vor Weihnachten aber gewiss kein Geschenk für den Gabentisch. Es ist die fiktive Geschichte einer rechtsextremen Untergrundorganisation, die unbemerkt von Öffentlichkeit und Verfassungsschutz den Umsturz in Deutschland organisiert. Die ökonomische Situation und der massenhafte Zuzug von Ausländern und Flüchtlingen führt zu Instabilität und Wut. Die Rechten erhalten Zulauf, so wie in den europäischen Nachbarländern. Zum Geburtstag Adolf Hitlers der Aufstand, der schließlich zur zweiten Machtergreifung in Deutschland führt. Der Roman ist auch ein Versuch mit Ereignissen in der eigenen Familie fertig zu werden. Es ist eine Geschichte über meinen Nazivater mit einer gelöschten Zeit von sieben Jahren in seiner Biografie und über meine fanatische Halbschwester, die von der  Weltverschwörung überzeugt, die heute wie damals alle Juden nach Auschwitz deportieren würde.

SELFIES

Nach Jahren der Radio - Abstinenz - außer den Einladungen ins Studio heute ein erster Beitrag Für Deutschlandradio Kultur. Rückkehr ins alte Rias - Haus am Hans - Rosenthalplatz. Ein Kommentar zum Phänomen der Selfies: nun nach der Ausstrahlung heute morgen im Internet nachzuhören und nachzulesen. Hier eine erweiterte längere Fassung. Schriftlich:

 

 

Dieter Bub

 

 

Selfies

 

Seit der stundenlangen Triumpffahrt unserer Fußball - Weltmeisterhelden wissen wir , die wir dieses Ereignis miterlebt haben, was Selfies sind – Selbstporträts, die aufgenommen, Sekunden später bei Facebook, Google + oder direkt vom Fernsehen übernommen, einem Millionenpublikum zugänglich sind: Schweini, Götze, Müller, Neuer, und Kollegen mit dem Victory – Zeichen, einerBuddel Bier in der Hand, mit strahlendem Lächeln: So sehen Sieger aus. Sie richten geschickt ihre Handys auf sich, danach senden, Empfang weltweit. Wir waren Augenzeugen – auch der zweiten Selfieform, der Porträts der Fans mit ihren Stars: die Pose mit Prominenten.

Pessimisten können Selfies als einen weiteren Schritt zur Auflösung kultureller Werte einstufen, wieder einmal, so wie in der Geschichte vieles Neue verurteilt worden ist: die Einführung des Buchdrucks, der weltlichen Musik, von Zeitungen, Zeitschriften, Film, Fernsehen und schließlich dem Internet.

Selfies sind Mode. Die Selbstdarstellung in jeder erdenklichen Form, in jeder Kleidung bis zum Adamskostüm. Viele halten das für geschmacklos und überflüssig. Wir haben die Wahl, können uns den Anblick durch wegklicken ersparen oder wir lassen uns darauf ein. Diese neue Möglichkeit sekundenschneller optischer Botschaften ist eine zwangsläufige Folge der Entwicklung im Internet und zugleich ein Akt von Demokratisierung. Schaut her – hier bin ich: ob auf Bali, Mallorca, Sylt oder Rügen! Und: Was ist verwerflich daran sich mit Prominenten zeigen zu wollen, an ihrem Glanz für ein paar Sekunden teilzuhaben?

 

In der bildenen Kunst gibt es eine Tradition, die bis in die Renaissance reicht. Lucas Cranach bereits erscheint unter seinen Figuren, Rembrandt und Rubens zeigten sich in zahlreichen Selbstporträts. Später waren es viele Künster, unter ihnen van Gogh und Beckmann, die sich selbst zum Modell machten, das Ich-Thema, das bis in die Gegenwart zu Baselitz oder Meese reicht.

 

Dieser Weg für alle begann mit der Fotografie, mit dem Selbstauslöser, bei denen meist der Vater in Sekunden ins Familienbild eilen musste. Heute darf jeder, der es mag, sich zeigen,eingegrenzt für seine Familie und seine Freunde bestimmt, oderöffentlich für alle. Eine Darstellung nicht nur für die Extrovertierten sondern auch für die Schüchternen, die sich aus ihrer Anonymität und Isolation heraus melden und sich damit anderen verbunden fühlen.

Für die Mutigen ist es nur ein Schritt zu auf die Prominenz aus Politik und Showgeschäft.

 

 

Wär käme hierzulande in Betracht: Gewiss unser omnipräsenter Präsident, der sein Volk liebt. Die Kanzlerin verweigerte sich gewiss nicht, vermutlich durchaus empfänglich Ursula von der Leyen, Siegmar Gabriel, Gregor Gisy.

Sie sind Teil der großen Internet – Präsenz geworden, interessant selbst für die unteren Politikränge, für Landtags – Kreistagsabgeordnete oder Bürgermeister. Ein Theater zu dem längst jede Provinzbühne zählt.

 

Aber was rede ich über Politiker. Die Jagd der Jungen gilt anderen wie Helene Fischer, Boss Hoss, Max Herre, Peter Fox, Lady Gaga oder Adele, Matthias Schweighöfer und Moritz Bleibtreu. )

 

Sie haben es gewiss gehört: Diese Anmerkungen sind nicht die Mäkeleien eines Alten, der das Abendland gefährdet sieht. Ich bekenne selbst dieser fotografischen Internet – Verführung erlegen zu sein – ein Selfie – Oldi. Die ersten Eigen-Handy-Fotos waren vor fünf Jahren bereits ein Gruß aus der Ewigen Stadt, per Internet schnell an Familie und Freunde versendet. Danach richtete der Autor die Kamera an den unterschiedlichsten Orten auf sich, in den Dünen von Utersum auf Föhr, morgens um sieben im Schöneberger Schwimmbad, im Garten und auf der Weide. Sie zeigen mich beim Füttern mit Äpfeln oder auf der Leiter in einem Pflaumenbaum, unter MIR die Schafe.

Die Form sekundenschneller optischer Nachricht mit dem Smartphone erfordert besonderes Geschick. Dem Selfieaktivisten steht nur eine Hand zur Verfügung.

Warum solche Verrenkungen? Als Zeichen von Vitalität und Freude für den Kreis meiner Lieben.

 

 

 

Mit welchem Prominenten würde ich mich gerne zeigen? Mit Nina Hoss, Christiane Paul, Matthias Brandt, Ulrich Tukur,Leonard Cohen, Charles Aznavour – aber traute ich mich sie zu fragen? Käme ich mir nicht doch ein wenig lächerlich vor?

 

Ach ja – es mag sie enttäuschen: in meinem Alter bin ich denn doch konservativ, lade die Selfies zusätzlich auf einen Stick, gebe sie im Fotoladen ab, lasse Abzüge anfertigen und klebe sie für meine Kinder und Enkel nach Altvätersitte in ein Fotoalbum.

 

 

 

Mannequins und Dressman in der DDR

14. Oktober: noch zwei Wochen bleiben mir bis zur Abgabe des Manuskripts zum Thema "Fluchtgeschichten". Es sind spannende, dramatische Biografien über Menschen, die der Diktatur des Proletariats, der Herrschaft einer Partei, "die immer Recht hat", über alles und jeden bestimmt, entkommen wollten, nein, entkommen mussten. Sie haben sich selbst aus der Bahn geworfen, weil sie sich nicht anpassen konnten. Dafür haben sie sich in Kofferräumen über die Grenze bringen lassen, Pässe gefälscht, von Bord der "Völkerfreundschaft", des DDR-Kreuzfahrschiffes gesprungen, sind durch Minenfelder gerobbt, dafür haben sie nach gescheiterten Versuchen Jahre im Gefängnis bleiben müssen.

Wir, die Älteren, die aus der Klasse 12 B, der Thomas-Müntzer-Oberschule in Halle hatten Glück. Als wir in den Westen gingen gab es noch den Ausweg Westberlin. Dennoch gilt für alle, was meine Freundin Antje aus Jugendtagen, die mir noch heute verbunden ist, schreibt: Wir befinden uns in einem deutschen Niemandsland....

Jutta ist an allem Schuld. Jutta, die Freundin aus den Kleveschen Häusern, draußen in der DDR-Provinz, im Norden hinter Oranienburg und Löwenberg, kurz vor Schloß Meseberg, in dem Angela Merkel Staatsgäste und ihr Kabinett bewirtet. Damals ein Refugium für DDR - Künstler, die hier ihre kleine Freiheit lebten.

Jutta gehörte zu den Topmodels in der DDR. Als sie und ihre Freundinnen sich zu einem "runden'" Geburtstag trafen entstand ein Foto und die Idee zu einem Print - Beitrag. Eine fröhliche Runde, tolle Fotos von Nikola Kusmanic. Statt einem sind es nun fünf Beiträge über noch immer attraktiv liebenswerte selbstbewusste DDR-Frauen mit spannenden Biografien - alle mit einem eigenen Beruf bevor sie für Laufsteg, Titelbilder und Filme entdeckt worden sind. Eine angenehme Aufgabe zwischendurch. Entspannung.

Fluchtgeschichten

Andreas fragt: "Wen interessiert das denn heute noch? Keinen Menschen".
Es ist die Meinung eines bayerischen Südwessis. Mit den Monaten werden die "Fluchtgeschichten" zu einem spannenden Zeitpanorama deutscher Vergangenheit - und die Schicksale derer, die der DDR den Rücken zugewandt haben, die gescheitert sind und dafür büßen mussten oder die gnadenlos zur Strecke gebracht worden sind, erschüttern mich. Es ist spannend - auch wenn Leser im Westen (gewiss auch viele im Osten) damit nichts mehr zu tun haben wollen.

Die Agentur

Nach dem Start als E-Book bei Neobook - über Amazon, Buch.de und anderen - folgt nun die Zusammenarbeit mit einer Agentur, die von Inhalt, Text und Form überzeugt ist. Sie wird sich bemühen in Deutschland und darüber hinaus Verlage zu finden.

Die Chancen dafür sind nach Meinung der Agentin gut. Wir werden sehen.

Die E-Book Bestellungen sind schleppend. Ich hatte mir davon mehr versprochen. Wirkliche Erfolge gibt es wohl nur bei Liebes - Fantasie - und Krimititeln.
Ich bin zuversichtlich, daß es in einer Print-Version mit entsprechender Werbung viele Leser finden wird.
Wichtig war vor allem: Ich habe diese Arbeit abgeschlossen und so auch meinen leiblichen Vater versucht ins Vergessen zu drängen. Ich empfinde Glück, dass ich ihm nicht ausgeliefert gewesen bin - wie meine Halbschwester.

Hitlers Erben - ein Albtraum

Nach über einem Jahr habe ich das neue Buchprojekt beendet. Die Geschichte unserer Verstrickungen in die Vergangenheit.

Ein Roman, der mich sehr belastet hat. Er führt mich in meine eigene Familiengeschichte, in das Leben meines unbekannten Vaters, in meine eigenen Zweifel, in unsere Situation als Deutsche, die dauerhaft an den Pranger gestellt werden, die kein Wort sagen dürfen über die Herrenmenschen Israels, die das palästinesische Volk in Lagerhaft genommen haben und mit allen militärischen Mitteln bekämpfen. Es ist auch die Geschichte des neuen Rechtsterrorismus in Deutschland, der mit einem Prozess allein nicht zu beseitigen sein wird. Ich stelle mir vor, was sich alles in diesem Land ereignen könnte.

Freyas Vermächtnis - Hitlers Erben

Welches Erbe des Nationalsozialismus tragen wir in uns? Was ist uns Deutschen über Generationen weitergegeben worden? Der NSU -Prozess in München wird zur Verteidigungsshow und auch die Proteste gegen Neonazis allein werden das Problem nicht lösen.

Bereits vor dem großen Erschrecken über die Blindheit des Verfassungsschutzes und dem Entsetzen über die zehn Opfer habe ich zu diesem Thema einen Roman begonnen, der auch mich und meine Herkunft berührt. Jetzt wird er abgeschlossen - eine Aufarbeitung, die mich monatelang belastet hat.

GRUND GENUG ZU GEHEN.......

Besprechungen in der Mitteldeutschen Zeitung und im NEUEN DEUTSCHLAND zu meinem Buch: GRUNG GENUG ZU GEHEN....

 

Das NEUE DEUTSCHLAND:vielleicht "erfülltes Leben" genannt

Ein achtzigjähriger Mann geht freiwillig und ganz bewusst in den Tod. Das ist eine schwierige und über weite Strecken bittere Lektüre! Wie wichtig sie ist, entscheidet letztlich jeder Leser für sich allen, so wie er sich überhaupt entscheiden muss, ob er sich den Beschreibungen von allen nur möglichen und erdenklichen "Krankheiten zum Tode" - von Altersgebrechen, Infarkten bis Krebs - aussetzen will.

Trotz aller hyperrealistischen Schilderungen, die den Roman durchziehen, versöhnen bis zu einem gewissen Grad zwei Dinge: das eine ist die Grundierung des Todesgedankens durch die Sinngebung eines lange gelebten Lebens mit vielen Höhen und Tiefen (früher hätte man das "erfülltes Leben" genannt). Das andere ist das Ende. Der Mann "taucht" im Wort - und im übertragenen Sinn, ab in die Meerestiefe.

Das hat etwas vom Einswerden des modernen, nicht mehr religiösen Menschen mit dem Unendlichen. Ob das Dieter Bub bewusst ist, spielt keine Rolle. Jedenfalls hat er dem Roman Sätze Hermann Hesses vorangestellt:

"Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!" Liest man das Buch in dieser Weise, dann wird der lange Abschied zu einer Art Pugatorium mit Rücksch, Vergewisserung, Loslassen.

Dert Protagonist Phillipp Phillippi will  "dem Ungewissen zuvorkommen". Noch ist der Tod an seiner Tür vorbeigegangen. Aber schon hat unter seinen Freunden das Sterben, ein elendes Dahinsiechen, ein Leben mit Ersatzteilen und an Schläuchen begonnen.

"Ein alter Mann ordnet. Den Nachlass seines Lebens."

Phillippis Leben ist exemplarisch für die Wege, Umwege und Brüche im 20. Jahrhundert gewesen.......

Er fährt nun mit seiner Frau noch einmal an die Erinnerungsorte Ahrenshoop und Zopott. Doch dort nimmt ihn das Meer nicht auf. So fliegt er zum "letzten Tauchgang" um die halbe Welt, um in Kanuhura im Nord-Male-Atoll zu verschwinden.

Ein schönes Ende? Das wissen wir nicht, nur eins: Angesichts eines mittelalterlichen "Knochenmanns" oder eines "ER" - wie hier im Buch- sind alle gleich.

Sabine Neubert

 

Die Zeitung aus Halle schreibt:

Ein Debüt - und das gleich mit dem Finale: Was für ein Wagnis! Bub hält sich erst gar nicht lange bei der Vergangenheitsbewältigung auf sondern brummt seinem Helden im Vergleich zu sich selbst gleich noch ein paar Lebensjahre auf. Als knapp 80 Jähriger  beobachtet der voller Ingrimm die Vergreisung seiner Umgebung - und sucht mit geübt hypochondrischem Scharfblick nach Anzeichen eigener Hinfälligkeit.

Er schildert und kommentiert die eigene Lebensmüdigkeit und sucht nach Auswegen. Eine "Abrechnung mit dem Mythos des glücklichen Alterns" habe ihm vorgeschwebt, so läßt sich der Autor zitieren. Und die Zerstörung dieses Mythos macht er nun seinem Protagonisten zur Aufgabe, läßt ihm peinlich Kindisches vor einem Altenheim erlauschen, das er grimmig "Greisenhaus" nennt.

Dieser Mann also stellt sich, bevor seine Kräfte richtig schwinden, dem so gar nicht so nahen Tod entgegen, redet mit ihm und will letztlich - wenn schon nicht ihn, den Tod -so doch die pflegende und betreuende "Todesbranche" austricksen und - wenn es denn schon mal sein muss - wie ein Abenteurer aus dem Leben abtauchen!

Wer so wie Bub mit diesem Thema umgeht, der macht sogar den Tod lebendig - in einem ernsthaft unterhaltsamen Buch, das uns - getreu seinem eingangs zitierten Hermann-Hesse-Motto - "neuen Räumen jung entgegensendet."

Detlef Färber

 

 

ZWISCHEN OST UND WEST

Der Titel des Buches: Das Honecker Attentat und andere Storys! So hofft der Verlag auf Aufmerksamkeit und Käufer. Das Buch - mit über 300 Seiten - ist gedruckt und wird ausgeliefert. Es ist meine und unsere DDR-Geschichte. Biografie und Abenteuer. Die entscheidenden und wichtigen Jahre meines / unseres Lebens: Heimat und Fremde. Abschied und Rückkehr.

Schreiben als Erinnerung und Therapie. Für Leser eine Erzählung über Leben in zwei deutschen Staaten, auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze - und nun in einem Land, das sich noch immer nicht wieder zusammengefunden hat.
Ein Bericht in der "SUPERillu", eine Stunde zu Gast bei MDR-Figaro in Halle, ein Beitrag für das TV-Magazin beim MDR. Dazu Beiträge in Tageszeitungen.
  

Rückkehr in die DDR

Meine Zeit in der DDR. Das Manuskript ist nach mehrmaliger Überarbeitung fertig. Eine Doppelgeschichte zwischen Fiktion und Nonfiction. Erzählung und Bericht, über 200 Seiten Lebensgeschichte, journalistische Erfahrungen, wichtige Begegnungen, die mich geprägt haben. Dazu Protokolle der Staatssicherheit über das Verhalten des Staatsfeindes aus dem Westen, der doch aus dem Osten gekommen war. Ein Wanderer zwischen den beiden Deutschland, die in ihm vereint waren. Das Manuskript wird von einer Agentur - Mohrbooks - und von drei Verlagen überprüft. Es geht um die Verwertbarkeit, welches Interesse besteht noch an DDR-Themen, welche Auflage läßt sich erzielen? Fällt nicht bald eine Entscheidung wird das Buch als book on demand erscheinen.

Bereits jetzt gibt es mehrere Einladungen zu Lesungen.

Udo von Glowacki: Motocross mit 70 und künstlicher Hüfte

Eine Begegnung der besonderen Art.

Unverhofft die 30-Minuten-Reportage über einen Mann, der sich alles zugetraut und vieles erreicht hat. Der heute 70jährige war einer der erfolgreichsten Motocross-Fahrer der DDR und nahm zum letzten Mal an der Europameisterschaft teil. Immer noch begeistert und willensstark. Er ist für die Kamera noch einmal einen 120 Meter hohen Schornstein nach oben geklettert - ohne Sicherung. Er war mit uns in Luckau und Schweden, ist für uns über die staubigen Pisten gefahren, hat die Sprünge über die Schanzen absolviert - und ist schließlich an der Technik gescheitert, um unter die besten 10 zu kommen. Nun fährt er nur noch zu Hause auf seiner Heimatstrecke in Barth."Bis ich tot umfallen tu", sagt er. Seine Freunde, Alte und Junge, eine herzliche, gastfreundliche Truppe von Besessenen, alle liebenswerte Zeitgenossen. Das ich sie getroffen habe - dafür mag ich diesen Beruf noch immer.

AUF DEM WEG ZUR EINHEIT

Nach der großen Dokumentation "Auf dem Weg zur friedlichen Revolution" im vergangenen Jahr wurde heute Abend, zum 20. Jahrestag der Einheit, unsere große Reportage "Auf dem Weg zur Einheit" bei TV-Berlin ausgestrahlt - und sie wird noch zweimal wiederholt. 60 Minuten - Geschichten über deutsche Geschichte mit Aussagen von Politikern und mit Geschichten über das Schicksal von Menschen, die in der DDR lebten und im neuen Deutschland ankommen mussten.

 

DDR - FLUCHTEN

2011 jährt sich zum 50. mal der Bau der Berliner Mauer und der Errichtung der Grenzanlagen. Diese Abriegelung der DDR konnte nicht verhindern, daß hunderte Menschen versuchten, Stacheldraht, Minenfelder und Schußfelder zu überwinden. Für eine Dokumentation sammle ich Geschichten von Flüchtlingen, die über ihre gefährlichen Wege in den Westen berichten.

 

ANTON AM MEER

Anton am Meer erzählt die Geschichte eines Hundes, der von seinem Leben berichtet, von seiner Kindheit und seinen Jahren in der Großstadt, über seine merkwürdigen Menschen und schließlich über sein Leben auf einer Insel an der Nordsee, auf der er sich erst einmal an das Meer gewöhnen muss. Anton hat seine Erlebnisse und Empfindungen geschildert - sein Menschenmann hat sie aufgeschrieben und ihr eine Stimme gegeben. Herausgekommen sind zwei CD´s, die bei Inmedisa Europe verlegt werden und in Kürze in einem Verlagsangebot erscheinen. Anton wurde von Max B. porträtiert und am Strand skizziert.

Mittlerweile hat der Menschenmann an der Fortsetzung zu schreiben.