Asylanten - unerwünscht

Ein Kommentar im Politischen Feuilleton über die Duppelzüngigkeit und die Scheinheiligkeit deutscher und europäischer Asylpolitik. Verbunden mit der Aufforderung sich zu engagieren - gegen die dumpfen Parolen der Einwanderungsgegner und die immer agressiveren Aktionen der Rechten, die Hass schüren. Innerhalb kurzer Zeit sind über 170 Anschläge auf Asylantenheime verübt worden: letztes Beispiel eine Brandstiftung in Tröglitz und nach dem Rücktritt des Bürgermeisters Morddrohungen gegen den Landrat.

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RÜSTUNGSHILFE FÜR ISRAEL

Israels Aufrüstung: Vier Kriegsschiffe, eine Millarde teuer, mit über 100 Millionen von Deutschland mitfinanziert. Lieferung in ein Krisengebiet!
Vorbereitung für den Kriegsfall im Nahen Osten - für den Endkampf gegen den Iran? Die Falken gewinnen. Die Spirale der Gewalt. Deutschland unverbrüchlich in der Zwangsjacke seiner Geschichte. Dennoch alles ist gut. Unsere Vernichtungsindustrie sichert hierzulande Arbeitsplätze. Egal ob wir für Araber oder Israelis liefern.

RECHTE GESINNUNG

Pegida - das sind nicht 10.000 in Dresden, die öffentlich gegen Flüchtlinge und Zuwanderer demonstrieren. Es sind nicht Hunderttausend sondern Millionen heimliche Sympathiesanten. Die Innenminister ratlos. Sie sprechen von der Gefahr, die durch Salafisten drohen. Sie übersehen eine Bewegung von rechts, die von Tag zu Tag Zulauf bekommt. Alle Beteuerungen der Gut - Menschen werden werden nichts nutzen. Schon gibt es die ersten Brandanschläge. Es sind "Braune Schatten" der Vergangenheit, die bis in unsere Zeit nachwirken. Wohin das führen kann? "Braune Schatten" Eine Geschichte. Ein Roman. Eine Fiktion.

IM LAND DER REICHEN

1,6 Millionen Kinder in Deutschland leben von Hartz 4: das bedeutet Armut und ist ein Armutszeugnis für eine Politik der Stärke gegenüber den Schwachen, einer Bundesregierung unter Beteiligung der Sozialen Demokraten, der einstigen Arbeiterpartei SPD, längst Partnerin der Industrie. Im reichsten Land Europas, einem der reichsten Länder der Welt. Eine Schande.

EIN FOTO ALS BLUFF

Chemiewaffen im Irak. Ein paar Fotos von LKWs genügten Bush für den Krieg. Das unscharfe Bild einer Panzerkolonne im Irgendwo soll nun den Beweis für russische Truppenbewegungen auf dem Territorium der Ukraine sein. Und dieses verwaschene Foto ist alles in den Zeiten von Satellitenüberwachung, punktgenauen Waffensystemen und Drohnenaufnahmen! Offenbar reicht es aus um Politiker und Militärs zu weiteren Maßnahmen zu zwingen. Der größte Scharfmacher Norbert Röttgen, der sich so wieder in die Öffentlichkeit drängt.
Keine Frage: hunderte russischer Soldaten kämpfen in der Ostukraine an der Seite der Seperatisten - auch gegen ukrainische Nationalisten, die in Sondereinheiten organisiert sind. Dieser Kampf ist für keine Seite zu gewinnen. Er führt nur zu weiterer Eskalation.

Rußland in die Knie

Die NATO plant ein Raketenabwehrsystem gegen Rußland. Deutschland zögert - noch! Die Kriegsstrategen im Pentagon wollen die Konfrontation, wollen nicht nur den neuen kalten Krieg. Und spielen bewusst mit dem Feuer. Rußland ist von Waffen starrend eingekesselt. Putin wird in die Enge getrieben. Mit Unterstellungen und Schmähungen. Nein, kein lupenreiner Demokrat, in vielem aber den USA ähnlich, Mißachtung der Menschenrechte, Unterdrückung nicht nur von Minderheiten, Einschränkung von Freiheiten. Und, im Gegensatz zu Moskau, die Anmaßung von Weltherrschschaft. 

Die Prophezeiung

Die Voraussage Peter Scholl - Latours über den großen Krieg im Nahen Osten erfüllt sich. Radikale Islamisten auf dem Vormarsch. Sie werden auch die Bombardements der USA und die Waffen aus Europa überstehen. Mit allen Mitteln - auch der Enthauptung von Geiseln, die sie verschleppt haben. Das Leben der Gefangenen zu retten ist mißlungen. Spezialeinheiten haben versucht, verschleppte Amerikaner aus den Händen der IS - Rebellen zu befreien. Sie sind gescheitert. So wie es bisher nicht gelungen ist, die über 200  entführten Mädchen und Frauen aus den Fängen der radikalen Islamesten zu retten. Alle Waffen - und Informationstechnik scheitert.

Die Marionette

Angela Merkels Waffen - Brüderschaft. In Riga beschwört die Kanzlerin die uneingeschränkte Solidarität im Rahmen der NATO für die baltischen Republiken. Das bedeutet im "Ernstfall" Beteiligung der Bundeswehr an einem Krieg gegen Rußland. Fehlt nur noch der Anlass. An allen Fronten. Die Generäle euphorisch, die Europäer am Gängelband der USA und die deutsche Kanzlerin in der Konsequenz eine Marionette der amerikanischen Rüstungsmacht.

AM RANDE DES ABGRUNDS

Gefährliche Drohgebärden: erst die NATO mit einem Großmanöver, jetzt Rußland. Jeder Fehler kann verhängnisvolle Folgen haben. NATO - Chef Rasmussen schürt das Feuer mit der Ankündigung einer neuen Strategie.
Empfohlen sei eine Landkarte über das Waffenpotential, das von den USA gegen Rußland aufgebaut worden ist - bedrohlicher und schlimmer als während der Kuba-Krise mit sowjetischen Atomraketen auf Kuba. Der Friedensnobelpreisträger Obama als Freiheitsstatue mit einem Waffen - Dornenkranz.

DIE HERRENRASSE

Das sind die Maßstäbe: ein israelischer Soldat könnte entführt worden sein - was die Hamas bestreitet. Vielleicht ist er bei einem Schußwechsel getötet worden. Dennoch: sofort Vergeltung gegenüber den Palästinensern mit weit über 100 unschuldigen Opfern. Herrenmenschen rächen sich an Minderwertigen, denen ihr Rassismus gilt. Unterstützt von den USA. Senat und Repräsentantenhaus bewilligen 225 Millionen Dollar für den Ausbau des Raketenabwehrsystems Israels. Sehr zur Genugtuung der amerikanischen Rüstungsindustrie, der dieser Konflikt eine Dollarflut in die Kassen spült.

Unschuldige Opfer

Im Osten der Ukraine führt der gewählte Schokoladen-Milliardär Poroschenka einen Vernichtungskrieg gegen die prorussischen Seperatisten. Ohne Rücksicht auf die eigene Bevölkerung, auf unschuldige Opfer, die eigene Bevölkerung. Strategisch von der CIA beraten, mit Waffen aus dem Westen. Wer protestiert gegen diesen Wahn, der bis zur Vernichtung der letzten Rebellen geführt wird?

Die USA? Deutschland? Frankreich? England?
Es gibt nur einen Feind: Putin. Der Kremlchef umzingelt vom Westen. Ein brandgefährliches Spiel. Wir müssen uns fürchten.

Nazi Attacken aus der Ukraine gegen Angela Merkel

 
Die Spam - Schlacht gegen Angela Merkel, die mit Ribbentrop und Hitler verglichen wird - weil sie in Rio beim Endspiel mit Putin gesprochen hat, weil sie der Ukraine nicht massiv gegen Rußland geholfen hat. Dieser Widersinn!
Es ist ihr Versuch, den Konflikt nicht zum Krieg eskalieren zu lassen. Auch gegen den Scharfmacher Poroschenko, der seine Landsleute im Osten mit Gewalt ins Unglück stürzt - angeblich gegen die russischen Invasoren.
Wer eigentlich stellt die Frage, woher die ukrainische Armee ihren gewaltigen Nachschub an Waffen bekommt? Und was der CIA in Kiew treibt?

Deutsches Hurra - Geschrei

Peinliche Deutsch - Demonstration:So sehen Sieger aus! Yogis Jungen haben auf der Fanmeile bewiesen wes Geistes Kinder sie sind. Sie haben es in den Beinen und weniger im Kopf. Ihr verächtlicher Auftritt in gebückter Haltung "So gehen die Gauchos" und ihr Jubelgehüpfe "So gehen die Deutschen" waren der ausdrückliche Berweis dafür wie Fußball zum Nationalismus mißbraucht wird - nicht nur in Deutschland, auch in Brasilien, Spanien, ohne Ausnahme. Nur diese Nummer für alle Welt sichbar war peinlich. Yogi Löw hätte sie nicht zulassen sollen. Dabei haben die deutschen Spieler für viele beim großen Jubel den richtigen, falschen, schrillen Ton getroffen. So wie vor vielen Großbildschirmen die Nationalisten schrien und die rechten Arme unmissverständlich in die Höhe streckten.

Arme Schweine - das große Töten

Eine der großen wichtigen Dokumentationen der ARD: das große Massenmorden von Schweinen und Ferkeln in den riesigen Fleischfabriken. Gestern Abend um 22 Uhr. Es ist in der Videothek nach - zu sehen. Dazu Aufnahmen von Politikern mit den Schweinebaronen beim großen Fressen. Wer dann noch nach Billigprodukten greift, dem sollte jeder Bissen im Hals stecken bleiben und ihm sollte speiübel werden. Auch in Lokalen mit Billigangeboten und an jeder Würstchenbude. Wir fressen großen Hormondreck, die zerteilten Leichen gequälter Kreaturen.

Erika, der Lenz ist da......

Erika wird neu entdeckt. Die alte Kofferschreibmaschine kommt zu späten Ehren.

Entstauben, ölen, tippen - geht doch. Etwas behäbiger als hier und nur unter Verwendung von Tippex zu korrigieren. Der NSA - Untersuchungsausschuss will so die Netzspione aussperren. Fragt sich, ob dann nicht ein Undercover - Mitarbeiter mit am Tisch sitzt oder eine Sekretärin gegen Bares oder Liebe ihre Dienste an die Dienste weiterleitet.....

Beinah falsche Freunde

Obama ist sauer. Weil wir nicht nach der US - Geheimdienstpfeife tanzen, weil wir Deutschen nicht bei Fuß gehorchen und uns freiwillig und gern ausspionieren lassen. "Die Amerikaner" - gemeint sind Präsidenten und politische Repräsentanten von Republikanern und Demokraten - waren schon immer nur "beinah beste Freunde", so lange wir befolgten, was gefordert wurde. Sollten wir jetzt die US - Bürger ausspionieren? Völliger Unfug. Besser wir begeben uns nicht mit dem geplanten Freihandelsabkommen in die Abhängigkeit von US - Großkonzernen.

Das Ende der Ukraine

Die Ukraine ist als bisheriger Staat gescheitert - und zerbricht. Das Ergebnis der Umfrage in den abtrünnigen Gebieten ist eindeutig - wie umstritten und anfechtbar auch immer. Der Andrang vor den Wahllokalen war eindeutig. Es sind nicht allein die Seperatisten, es sind große Teile der Bevölkerung. Der von Kiew befohlene militärische Einsatz mit Toten und vielen Verletzten hat die Ablehnung verstärkt. Die nicht gewählte sondern selbst ernannte Regierung mit Rechtsextremisten hat den Kontakt in den Osten von Beginn an vernachlässigt. Das ist die Quittung. Neue Sanktionen gegen Rußland und großes politisches Gezeter werden daran nichts ändern. Warum schweigen europäische Regierungschefs und Außenminister, die Parteien von CDU bis zu den Grünen zu den Faschisten in der Regierung von Kiew? Von Obama ist nichts anderes zu erwarten - er betreibt US - Machtpolitik mit allen Mitteln und mit allen Partnern, die ihm dabei helfen.

Ursula von der Sinnen

 
Unsere kleine Front -Uschi von der Leyen  lässt die Muskeln spielen. Mit markigen Worten erklärt sie nach der Rückkehr der Geiseln, sie würde jederzeit wieder Militärbeobachter in die Ukraine schicken. Sie versteigt sich dazu in die Behauptung, erst mit der Festnahme auch der deutschen Soldaten sei die Lage im Lande eskaliert. Nicht etwa weil die Scharfmacher in Kiew unter Führung rechtsradikaler Faschisten auf den Waffengang gedrängt haben. Widerspruch und Tadel für die Militär - Ministerin kommt ausgerechnet aus München vom CSU - Mann Gauweiler. Sie habe leichtfertig gehandelt - Ursula von der Sinnen - die deutsche Panzerfaust.

Angelas Gastgeschenk

Angela Merkel kneift. Das Geschenk für den amerikanischen Präsidenten bei ihrem Besuch in Washington: Snowdon, der NSA - Aufklärer, darf nicht zu einer Befragung vor dem Untersuchungsausschuss  nach Deutschland einreisen. Begründung: Gefährdung des Staatswohls oder so, was auch immer gemeint sein mag.
Der wahre Grund: Angela Merkel hat "keinen Arsch in der Hose". Sie hält sich raus so gut sie kann. Und sie kann, die pragmatische "Durchwurstelerin".

Gospodin Gerd

Wladimir und Gerhard, zwei Machos und mehr als nur beinah beste Freunde, zwischen denen "kein Blatt Papier" passt. Also, so heißt es heute, der Gerd habe dem Gospodin in St. Petersburg ermahnt, doch zu veranlassen, die Geiseln in der Ostukraine freizulassen. Putin hat sich für den Tipp bedankt und ist nun der Retter aus dem Kreml. Daß der CDU - Mann Mißfelder bei der Party auch dabei war, hat schon seine Ordnung. Schließlich geht es um Wirtschaft und darum, daß der Russe den Deutschen nicht den Gashahn zudreht. Leider sitzt Angela Merkel  zwischen zwei Stühlen - mit Schwergewicht bei Obama. Mit dem ist die Kanzlerin aber nicht "dicke Tinte", der ist nur Verbündeter und schert sich nicht um die Bemühungen, doch die NSA - Spionage auch gegen sie selbst zu beenden. Die beiden sind als Ergebnis amerikanischer Welt - Machtpolitik Verbündete. Dieser Spagat gelingt Angela Merkel nicht. Den Profit hat der Gerd aus Hannover, ein selbst ernannter Retter in schwierigen Zeiten. Man muss diesen "lupenreinen Demokraten" nicht mögen, man sollte ihn  nutzen.

Angst!

Uns sollte Angst und Bange sein. Vor uns vielleicht der Abgrund. Das Ende des Friedens! Der nicht gewählte sondern ernannte ukrainische Premierminister Jazenjuk in Kiew ist bereit nicht nur die Ukraine in den Bürgerkrieg zu führen sondern einen unkontrollierbaren Militärkonflikt zu riskieren. In seiner Wut und seinem Fanatismus spricht er von der Gefahr eines neuen Weltkrieges. Ihm und seinen faschistischen Gesinnungsgenossen in der Regierung sind alle Mittel recht - 100 Jahre nach Beginn der ersten europäischen Katastrophe. Wer kann diesen Wahnsinn noch stoppen?
Sonst werden wir alle am Ende zu Opfern dieser drohenden Eskalation.

Waffengetöse

 
Starren wie das Kaninchen auf die Schlange. Lethargisch warten wir ab. Die Ostermärsche als ein Abbild unserer bräsigen Mentalität. In der Ukraine der bisher unlösbare Konflikt. Drohen statt verhandeln. Und außerhalb die markigen Worte:Das Spiel mit dem Feuer. Nato-Generalsekretär Rasmussen als Scharfmacher, der so militärische Konflikte provoziert. Unwidersprochen von den Mitgliedsstaaten der Allianz. Rasmussen ist so die rechte Hand der Kriegstreiber in Washington, die nach Korea, Vietnam, Irak und Afghanistan nach einem Waffengang außerhalb der USA suchen. Schauplatz: die Ukraine. Der Feind: Rußland. So kann der kalte zum heißen Krieg werden.

Aus der Erstarrung

Der unermessliche Schmerz hat kein Ende. Kein Tag ohne Tränen. Dennoch spüre ich eine Kraft, die Maximilian mir gibt. Ich kann nicht in  Verzweiflung verharren. Ich, der alte Vater, will und muss etwas tun, muss mich einmischen, protestieren, provozieren, Anregungen geben und Hilfe. Meine Zeit ist zu kostbar, sie unnütz zu vergeuden. Der erste Schritt liegt unmittelbar  kann "vor der Haustür". Die alte historische Dorfstrasse von Friedenfelde, die am Friedhof vorbeiführt, soll verschwinden. 400 Meter Kopfsteinpflaster beerdigt unter einer Asphaltdecke. Danach, am Ortsende führt die Straße weiter über altes Pflaster Richtung Neudorf und auf den Abzweig nach Milmersdorf. Ich organisiere mit anderen zusammen Protest und Widerstand - unter anderem mit einer Online - Petition. Es geht um ein historisches Denkmal und um Besinnung auf Kulturgüter, die erhalten werden müssen. Sie sind ein Teil unserer Geschichte.

Karfreitag und Ostern

Noch immer die alte Story  von der Kreuzigung eines Menschen und dessen Auferstehung, von der Hoffnung auf Erlösung. Der Tod zwischen Abendmal und Himmelfahrt. Wir klammern uns an eine Legende, die zur größten PR - Aktion der Geschichte geworden ist und  zur Weltmacht der Glaubensmacher. Vorbild für alle, die ihre Produkte an die Menschen bringen wollen. Wir klammern uns an Geschichten, die unserem Leben einen Sinn geben - Jesus, Mohammed und alle alten und neuen Götter. Sonst wären wir ohne jede Hoffnung.....

Die Verwandlung eines Präsidenten zum Falken

Batman Obama: Was bleibt vom Messias der Freiheit und des Friedens? Ein besessener Falke. Auch nach dem ermunternden Genfer Gespräch droht er Moskau mit neuen Sanktionen. Wie ärgerlich auch, dass die selbst ernannten Volksmilizen und die Moskau freundliche Bevölkerung im Osten der Ukraine weder russischen Stoßtrupps noch Terroristen sind!

Aufbegehren - sich nicht abfinden - keine Resignation

Wir sind ohn - mächtig gegen den Wahn um uns herum. Gegen den Terror der Mächtigen, auch bei uns, die WIR, die Deutschen gewählt haben und die sich hineinsteigern in eine Hysterie, die selbst die größten Risiken eingeht.

Der Streit um die Entwicklung in der Ukraine eskaliert. Ich habe bei facebook notiert:

Die NATO verstärkt ihre Truppenpräsenz im Osten - das heißt Umzingelung Rußlands mit allen militärischen Mitteln. Das kann bedeuten: Drohpotential und die Bereitschaft zum militärischen Konflikt. Eingefordert von der selbsternannten Weltmacht Nummer 1, den Falken in den USA.

Am 11. April - der 25. Geburtstag unseres Sohnes. Ein Wochenende der Trauer, der Besinnlichkeit und des Glücks. 24 seiner Freundinnen und Freunde sind zu uns gekommen, mit uns seiner zu gedenken, mit uns zusammen zu sein, mit uns in seinem Sinn zu feiern. Von Freitag bis Sonntag haben wir in großer Runde zusammen gesessen. Eltern, Geschwister und die Lieben seiner vergangenen Jahre, die so viele glückliche und spannende Stunden mit ihm erlebt haben. Ich werde hier Texte von ihnen einfügen, die zeigen, wie eng sie alle miteinander verbunden gewesen sind. Nun sind sie zu seinem Grab gegangen, haben auf der Wiese gezeichnet, gelesen, Schach gespielt, Yoga gemacht, am Tag und in der Nacht musiziert. Wir haben im Schafstall bei Kerzenschein zusammen gegessen und getrunken, haben bis morgens im sechs um einen Feuerkorb gesessen, Guitarre gespielt und gesungen. Am zweiten Abend dann das große Feuer auf der Schafwiese. Und er, dessen bin ich sicher, war unter uns.

HITLERS ERBEN - EIN ALBTRAUM

Der Roman über unsere Verbindungen in die nationalsozialistische Vergangenheit, den Fluch unserer Erbschaft, Vorbehalte, Ablehnungen, Hass gegenüber Juden und Ausländern, tief sitzende Feindlichkeit und Angst - und die Folgen einer neuen Machtergreifung auch in anderen Ländern Europas. Eine schwierige Arbeit, die mich belastet hat. Auch die Befreiung von meinem leiblichen Vater. Über ein Jahr.

Nun zunächst als E-Book auf dem Markt. Die Print - Version kann später folgen.

Vor 40 Jahren: Kleiner Grenzverkehr

Unterwegs im Eichsfeld zwischen Duderstadt, Teistungen und Heuthen. Die Geschichten von "Kleinen Grenzverkehr", zwischen beiden deutschen Staaten. Ein Schritt der Annäherung initiiert von Willy Brandt und Egon Bahr im Zeichen der Entspannungspolitik. Die DDR war auf Devisen aus dem Westen angewiesen - und die SPD machte Zugeständnisse in der Anerkennung Ostberlins. Bewohner aus dem grenznahen Bereich konnten sich gegenseitig häufig besuchen - aus dem Osten nur die Rentner, aus dem Westen aber fuhren Zehntausende über die Grenze zu ihren Verwandten und Freunden in "das andere Deutschland."  Wiedersehen oft nach sehr langer Zeit. Außerdem waren sie Lieferanten von Baumaterialien, Farbe, Jeans, Strumpfhosen, Kaffee, Bananen, Schokolade, Konserven und vielem mehr.....  

Rückkehr in Kindheit und Jugend

Wieder zu Hause, wieder im Haus meiner Kindheit in der Schleiermacherstrasse im Paulusviertel, sorgfältig renoviert und restauriert, zu Besuch in der Wohnung im Hochparterre. Ein Architekt aus Baden-Württemberg lebt mit seiner DDR-Frau hier. Freundliche zuvorkommende Leute. Ich trinke zusammen mit einem Team vom MDR gegenüber im Bistro, dem einstigen Kolonialwarenladen von Hoppes einen Kakao. Die Autorin Kerstin Mauersberger hat mich in meine Stadt zurückgebracht In der Aula des Giebichenstein-Gymnasiums erzähle ich von meiner Schulzeit, von von meinen Darbietungen bei Konzerten und Elternabenden, über meine Rückkehr als Stern-Korrespondent, darüber, wie abhängig der Einzelne von historischen  Ereignissen ist.  Ein Beitrag für das Geschichtsmagazin. Sechseinhalb Minuten. Immerhin!

Lesungen zum DDR-Buch

Die ersten Lesungen zum DDR-Buch "Das Honecker Attentat und andere Storys": bei der Point Alpha Stiftung in Geisa. Trotz starkem Frost und Schnee kamen über 80 Zuhörer. Zwei Tage später privat in der Hähnelstrasse mit Freunden, Bekannten, Kollegen: 25 Gäste. Wichtig der Termin bei der Leipziger Buchmesse am 15. März. Außerdem sind Lesungen in Halle, Magdeburg und Berlin geplant.

GRUND GENUG ZU GEHEN...

Grund genug zu gehen.... Mein Roman: Vor zwei Wochen erschienen. Seit gestern im Frühjahrskatalog des Mitteldeutschen Verlages. Anlass zu einer kurzfristigen Veröffentlichúng waren die Einladung zur Sendung "Fröhlich lesen".  "Krankheit und Tod" war von der ARD zur Themenwoche erhoben worden. Dazu passte meine Geschichte über Phillippi, einen Mann, der beschließt nicht auf Siechtum und Verfall zu warten sondern nach einem langen, turbulenten Leben den Suizid zu wählen. Nach dem DDR-Buch "Das Honecker-Attentat und andere Storys" eine literarische Arbeit. Und so ein Erstlings- und zugleich ein Spätwerk. Dazu eine erste Kritik in der Mitteldeutschen Zeitung. 

Zwischen den Welten....

"Das Honecker-Attentat und andere Storys". Nach langer Zeit geschrieben und veröffentlicht. Der Grund: es ging um mehr als die Berichterstattung über meine Arbeit als Korrespondent für den stern in der DDR sondern auch - und besonders - um meine privaten Erinnerungen an Kindheit und Jugend in  Halle, um meine Rückkehr in die Heimat aus der westdeutschen Fremde,um die Begegnung mit einer Frau, die mein Leben völlig verändert hat, mit schmerzhaftem Abschied und Neubeginn. Nicht nur für mich allein. Es brauchte die Zeit. Die Vergangenheit bleibt gegenwärtig. Das "Honecker-Attentat", die Ereignisse von Klosterfelde sind dabei nur ein spektakuläres Ereignis über das ich berichten musste - schließlich war ich Korrespondent einer Illustrierten, deren Chefredakteur dann die Story ohne mein Wissen zur Sensation gemacht hatte. Das ist Geschichte. Die Jahre in der DDR - nach Kindheit und Jugend in Halle - waren aufregend - ein großes Abenteuer in meinem  Leben.

Wieder vor Ort - auf meiner Seite

Das große Schweigen. Seit Monaten keine Einträge. Der Grund: Arbeit, Termine, Projekte. Drei, vier Monate die Produktion des Stunden-Road-Movie "Grenzgeschichten - Von Schutschur nach Mödlareuth". Mit Joschim Giesel auf Spurensuche. Er hatte zwischen 1965 und 1989 die innerdeutsche Grenze von der Westseite aus fotografiert. Was ist davon geblieben? Wem begegnen wir? Gibt es die Fremdheit noch oder ist schon zusammengewachsen, was vermeintlich zusammengehört? Nein. Es gibt immer noch Kontraste, Fremdheit, Zweifel, Verletzungen. Fluchtversuche in eine nostalgische Verklärung oder auch Verzagtheit, denen die Einheit nur sozialer Abstieg bedeutet hat. Dazu als Gegenbild Aufbruchstimmung, Glück über ein unbegrenztes Leben.
Außerdem sind in diesem Jahr neben dem Buch "Begegnungen mit Joachim Gauck" die beiden großen Manuskripte entstanden, die in diesen Wochen erscheinen. Zur Zeit das DDR-Buch und im November "Grund genug zu gehen", eine große Erzählung über einen Abschied vom Leben.
Jetzt will ich mich auch hier wieder häufiger melden und berichten.

 

Begegnungen mit Joachim Gauck

In neun Tagen geschrieben, auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, Interviews im Fernsehen, Zeitungsberichte, 600 Vorbestellungen, sicher kein Bestseller aber eine Geschichte über den Wulff - Nachfolger, gegen den Willen von Angela Merkel, von Röslers-FDP-Gnaden, ein Konservativer, der sich zum Vorzeige-Bürgerrechtler erklärte, das Buch seit gestern im Buchhandel: Der Text einer E-Mail und einer Information bei Facebook und google+:

Liebe Freunde, Bekannte, Kollegen, Verwandte
"Begegnungen mit Joachim Gauck" - seit gestern ist nach dem Start bei
der Leipziger Buchmesse dieses Buch auf dem Markt.
Auch nach dem großen Spektakel um die Nominierung des neuen
Bundespräsidenten ist es mit Berichten, Kommentaren, kritischen und
zustimmenden Äuserungen (und eigenen Meinungen des Autors) eine
interessante Lektüre, mit der sich die Person des einstigen Pastors
aus
Rostock und ersten Beauftragten für die Stasiunterlagen-Behörde
erschließt - seine Meinungen und nun sein neues Amt.
Meine großer Wunsch: Macht bitte - machen Sie - bitte andere auf das
Taschenbuch aufmerksam. Gibts im Buchhandel oder über/ bei Amazon. 

Wullfs Abgang-Lügen haben kurze Beine

Das Aus des beleidigten Wulff hat einen positiven Effekt: es wird für viele Politiker in Führungspositionen und Parlamentarier in Bund und Ländern eine Lehre sein. Sie müssen vor allen Freundlichkeiten aus Industrie und Wirtschaft auf der Hut sein. Mauscheleien "unter Freunden" sind gefährlich - und alles kommt heraus. Nicht nur durch die Recherchen von Journalisten sondern wie im Fall Guttenberg auch durch die User im Internet. Und das ist auch gut so! (Um den lieben Wowi zu zitieren.)Bearbeiten
 

Dieter Bub

Profilfoto von Dieter Bub
Dieter Bub  -  14.02.2012  -  Öffentlich
Italiens neuer Regierungschef Prodi, der Saubermann im Sauladen Berlusconis, hat einen Staatssekretär gefeuert. Der gute Mann hatte die Zeichen der Zeit noch nicht richtig erkannt. Sein Vergehen: er hatte sich von einem vermögenden Freund zu einem kostenlosen Urlaub einladen lassen. Das Dumme nur: IItaliens Regierungschef Prodi hat gestern Bundespräsident Wulff empfangen, der ungerührt seine vorgefertigten Politikpredigten heruntersalbert.Staatsmann, Lügner, Schnäppchenjäger, Vorteilsnehmer, der große Verschleierer. Noch Fragen?Bearbeiten

Undercover - unverzichtbar

"V-Leute in der Neonazi-Szene sind unverzichtbar!"Eine Aussage nicht aus den Jahren 1990 oder 2000 sondern aus vom 21.November 2011. Erkenntnis von Bundesinnenminister Friedrich. V-Leute, mit großem Aufwand angeworben oder eingeschleust in die Szene, haben ja in der Vergangenheit undercover mitten unter den Terroristen vorzügliche Arbeit geleistet, haben wie die drei weisen Affen nichts gehört, nichts gesehen, nichts gewusst oder nichts wissen wollen. Außerdem ist ihrem nutzlosen Einsatz das Scheitern eines ersten Verbotsantrags der NPD als Partei zu verdanken. Friedrichs Beitrag im großen Lamento über das Versagen der Geheimdienste....

ALLTÄGLICH

"Drecksjude! Ausländer! Verschwinde, du hast hier nichts zu suchen. du Schwein. Wir sind Deutsche, du Drecksjude!" Zwei junge Männer beschimpfen einen Kunden an der Kasse im Kaufhaus Alexa. Anschließend schlagen sie auf ihn ein. Der Fremde, ein Weißer mit hellen Haaren wehrt sich verzweifelt. Niemand schreitet ein. Erst als ein Kaufhaus-Aufseher kommt, werden die beiden Nazis und der Attackierte getrennt. Geschehen am Donnerstag am Alexanderplatz in Berlin, der Hauptstadt. Alltag in Deutschland.

Rechts übersehen

Auf einem Auge, dem rechten, blind! Seit Jahren agieren Rechtsextremisten in Deutschland als kriminelle Mörderbande. Die Polizei gibt zu, die drei Täter seit langem beobachtet zu haben. Man sei ihnen "auf der Spur" gewesen. Mit dem Erfolg, daß dieses Trio ihre Hinrichtungsrituale immer weiter vollziehen konnte. Eine Panne?
Oder doch ein Beweis für die Nachlässigkeit mit der deutsche Behörden Neonazis und Rechtsextreme verfolgen. Dafür gibt es aus der Vergangenheit genug Belege. Das isr ein Ergebnis: mindestens neun Morde und zwei Sprengstoffanschläge. Was ist noch alles ungeklärt - brauner Terror zwischen Uckermark und Erzgebirge.....

Ende eines "Cavaliere"

Silvioland ist abgebrannt schreibt die Süddeutsche heute. Und endlich kündigt der unbelehrbare Halbsenile seinen Rücktritt an. Bungaland ist abgebrannt nachdem der "Cavaliere" fünfzig! Vertrauensabstimmungen überstanden hat. Das heißt: fünfzig Mal hat er im Parlament gefragt, wollt Ihr mich noch! Und die Mehrheit der Abgeordneten mit Versprechungen und Vergünstigungen gefügig gemacht, hat genickt. Der singende Multimillionär (oder Milliardär?) hat die Gerichte düpiert, die Meinungsfreiheit eingeschränkt und sein Volk für dumm verkauft. Die Italiener aber haben den alten Narren gelassen. Sie sind Kummer und politische Ranküne gewohnt: Comorra, Korruption, Müllskandale. Nun hat Berlusconi selbst die Gefolgschaft seiner Vertrauten verloren, weil das Land abgewirtschaftet hat. Er wolle, so der kleine Diktator, die Wirtschaftskrise erst noch in den Griff bekommen und die Sparbeschlüsse durchsetzen. Sagt er. Denkt er. Wird ER nicht Wir werden ihn nicht vermissen. Dieser Gernegroß gehört ins Kuriositätenkabinett der Geschichte. Bella Italia kann auf ihn verzichten. Und alle werden tief durchatmen: Merkel, Sarkozy, Juncker, Trichet, wir - und alle Italiener, die nicht von seines Gnaden gelebt haben.

Rebellion der Griechen - sie sind das Volk

Wir sind das Volk! Rufen immer mehr Griechen und verweigern sich dem Staat. Was Papandreou und das Parlament auch beschließen, eine immer stärkere Bewegung weigert sich diese Gesetze zu befolgen. Im ZDF-Auslandsjournal wurde gestern Abend darüber berichtet: Kleine Geschäftsleute, Angestellte, Arbeiter wollen die neuen Steuern nicht zahlen, ignorieren Mautgebühren für die Fahrt zur Arbeit, lassen neue Gesetze nicht gelten.. Sie wollen nicht die Zeche einer reichen kriminellen Clique von Milliardären und Multimillinären bezahlen, die das Land ausgeblutet und ruiniert haben. Und von Banken, die weiter fette Gewinne machen. Kann es wirklich sein, daß die Banken bisher nach der Krise mit 1,4 (oder 1,3?) Billionen gestützt worden sind aber bisher für ihre Transaktionen NULL Prozent Steuern zahlen mussten - bei ihren Kunden aber kassiert haben? In Zukunft sollen sie mit bis zu 0,25 Prozent zur Kasse gebeten werden. Nullkommafünfundzwanzig! Hören wir richtig oder haben wir schlechten Empfang? So einen Dauer-Tinnitus? Und schon mauern die Briten - es sei unzumutbar. Die Griechen erfahren gerade, was unzumutbar ist. Der verordnete Absturz in die Armut der kleinen Leute. Sie haben die Fäuste geballt - und sie werden nur die ersten sein.
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Gnade der späten Geburt

Nach einem Gedicht über die letzten Zeugen der Gräuel der Zeit der Nationalsozialisten, der Kriege und Massenmorde, kommt mir dieses Zitat  Helmut Kohls in den Sinn: die Gnade von der späten Geburt - ein törichter tröstlicher und wahrhaftiger Satz.

Was wäre aus uns geworden, lebten wir in einer Diktatur?
Wir hatten Glück, wir die Generation der Nachkriegsdeutschen in einem demokratischen Nachkriegsdeutschland, in dem die Diktatur über zwanzig Jahre verdrängt worden war, in dem die alten Nazis überlebt und weiter gelebt hatten, mit Wissen der anderen. Aber wie viele Unbescholtene gab es unter den Mitläufern und Tätern von damals?

Falsche Fuffziger

Kaum steigen die Steuereinnahmen gibt die Kanzlerin klein bei - und verspricht der kranken FDP mit ihrem Doktor Rößler was schon Guido wollte: Steuersenkungen "für den Mittelstand", die Klientel der Liberalen, zwar nicht sofort aber bald. Was scheren sie die gigantischen Schulden, die Mahnung des Finanzministers, ihre alten Beteuerungen - alles der Schnee von gestern. Die Wende-Merkel. Alles für den Machterhalt. Der große Atomausstieg nach der unverzichtbaren Verlängerung, egal. Was schert sie ihr Gerede von gestern. Zu Zeiten der Mark sprach man gerne "vom falschen Fuffziger" und meinte einen, dem nicht zu trauen war. Die Kanzlerin ist "eine falsche Fuffzigerin".

Wiedersehen mit Max aus dem Spreewald

Besuch Lehde im Spreewald bei Max Lehmann - der redliche knorrige Bauer, der Harald Schmitt und mich 1981/1982 durch die Fliese gestakt und uns Geschichten erzählt hat. Anschließend wurde er zur Staatssicherheit zitiert und verwarnt. Max hat sich damals nichts aus den Vorwürfen gemacht. Er war und blieb aufrecht - und die Reportage im Stern, vier Doppelseiten in Farbe war eine Verlockung zu einer Reise in diese einzigartige Region. Wir haben ihn noch zu DDR-Zeiten - Anreise mit dem Trabi mehrfach besucht und später auch nach der Einheit. In diesem Jahr wird er 85. Wiedersehen und Umarmung. Wir beiden Alten haben zusammen gesessen, mit Freunden, Kaffee getrunken und geschwatzt - und einen Schnaps auf unser Wohl!

Attacken gegen die Stasi-Unterlagenbehörde


 Ich bin wütend auf Egon Bahr. Der SPD-Ostexperte und Vertraute Willy Brandts

attackiert die Stasi-Unterlagenbehörde. Aus Anlaß des 75. Geburtstags von Manfred Stolpe - eindeutig mit Stasi-Akte und verdienter Stasi-Zuträger wirft er Gauck, Birthler und nun Roland Jahn vor, sie hätten durch ihre Arbeit die Annäherung zwischen Ost und West erschwert. Also: alles unter den Teppich. Geradezu rüde hat vor kurzem der Abgeordnete Wifelspütz Roland Jahn angegriffen, der die Stasi-Mitarbeiter aus der Behörde heraushaben will. Zwei Wessis, die nichts vom Leid der Stasi-Opfer wissen oder nicht mehr wissen wollen. Geschichtsvertuscher! So wie die SPD zu DDR-Zeiten jeden Kontakt mit Oppositionellen vermieden hat - liebesdienerisch gegenüber Honecker und dessen Genossen.

WOHER DER WIND WEHT........

Die Täter - unter uns!

Ein stürmischer unerwarteter Frühling für das Führungsduo Merkel-Westerwelle. Zwar durch Stuttgart 21 und den Großplagiator und Schaumschläger Guttenberg irritiert und ramponiert schien man dennoch einigermaßen gut positioniert. Nun aber der Doppelschlag, ausgerechnet vor den Landtagswahlen: die japanische Atomkatastrophe und die Libyen-Initiative der Uno. "Was tun"sprach Zeuß. "Aussitzen" - sagte die Kanzlerin. "Geht nicht". Sagte Zeuß. "Versuch es mal mit Täuschung"  "Also eine Überprüfungsstrategie von drei Monaten - dann weiter Brückentechnologie". "Klar", sagte Zeuß. Aber der Röttgen will plötzlich mehr "Schnell weg von der Bähbäh"-Atomkraft. Und auch das Brüderle will plötzlich mehr:

"Ganz schneller Umstieg auf erneuerbare Energien. Und gleich die Leitungen dafür ausbauen."

Und dann  auch noch Libyen und die Uno. Deutschland hält sich raus. "Ohne uns", sagt Guido und macht einen auf Friedensfürst und schwatzt von Solidarität, indirekter Solidarität. Wir Deutschen sind sowieso überall im Einsatz für den Frieden, wie die toten Zivilisten am Hindukusch bezeugen können.....

 

DER FLUCH

Menschlicher Größenwahn. Das Menetekel der Katastrophe von Japan. Es hat seit Jahren gedroht. Es ist nicht beachtet worden in der Verblendung von Fortschrittsgläubigkeit und Profitgier, in der Sucht nach dem Immermehr, nach dem Wohlstand. Blind in einer Region tektonischer Verschiebungen, der Gefahr von Beben. Aber: wir können uns nicht in Sicherheit wiegen. Es gab bereits eine Katastrophe - vor einem Vierteljahrhundert - Tschernobil. Sie ist verdrängt worden. Die Strahlenopfer waren vergessen - und auch, daß es Regionen in Deutschland gibt, in denen  Wild, Beeren, Pilze ungenießbar sind - verseucht! Was fällt dieser Regierung ein, in Kumpanei mit der Atomlobby - ein Dreimonats-Moratorium. Ein Skandal.

Liebigstrasse-ein Symbol

Die Liebigstrasse 14 - ein alternatives Wohnprojekt - geräumt mit dem Einsatz von 2.500 (Zweitausendfünfhundert!) Polizisten, so genannten Ensatzkräften. Die gerichtlichen Einwände der Bewohner abgelehnt, die Möglichkeiten des Gerichtsvollzieher zu einer neuen Frist, zu den Möglichkeiten auf der Suche nach  einer Einigung ungenutzt. Der Staatsbedienstete hart. Die Bewohner hatten sch verbarrikadiert, erschwerten Zugang und Räumung. Demontrationen auf den Straßen. Ausschreitungen. Wut. "Gewalt gegen Sachen", die Nachrichten von verletzten Polizisten (leicht verletzten!), kein Wort über verletzte Demonstranten. Berichte über hohe Sachbeschädigungen, zu bezahlen von den Mietern. An die Besitzer: Spekulanten, die mit dem Haus ihre Geschäfte machen wollen. Die Liebigstrasse 14 als Symbol für de Vertreibung von Bewohnern, die Umwidmung von Wohngebieten für neue zahlungskräftige Mieter.
Der Staat auf der Seite der Vermögenden, gegen alternative Lebensformen - unter den Regierenden die Grünen und die Linken, von denen viele taktieren. Schließlich wird im Herbst gewählt! Ein beschämendes Schauspiel.

Herr Laberwelle

Laberwelle!Offensichtlich hat das ZDF eine Kampagne gegen den Außenminister gestartet.Das Interview von Marietta Slomka mit Westerwelle war die größtmögliche Blamage für Guido.Noch nie hat ein Außenminister soviel dummes Zeug angehäuft,sich so gewunden und -hörthört-vom Aufbegehren des "Mittelstands" in der arabischen Welt gesprochen.Kein Wort über die Diktatur und die Verbrechen Mubaraks.Schlimmer gehts nimmer. Abgesehen davon, daß auch Angela Merkel herumlaviert anstatt wie Obama klare Position zu beziehen:Rücktritt Mubaraks sofort, Demokratie jetzt, denn am Nil heißt es, wie einst in der DDR: "Wir sind das Volk!"

Mubarak-unser Freund

Nach Tunesien nun Revolution in Ägypten. Aufstand der Massen gegen den Diktator, der seit über 20 Jahren das Land mit Polizei, Geheimdienst und Militär regiert. Folter, überfüllte Gefängnisse,Zensur. Aber Mubarak war bisher ein angenehmer willkommener Partner der Westeuropäer und der USA - unterstützt mit jährlich Milliarden-Militärhilfe aus Washington. Jetzt wird er selbst von Präsident Obama ermahnt Demokratie und Menschenrechte zu achten. Sehr zum Mißfallen Israels, denn Mubarak bietet Sicherheit gegenüber den Islamisten. Und deshalb erklärt der Ministerpräsident Netanjahu, Diktatur statt Demokratie sei für die Stabilität besser. Israel, die EU - und auch die USA sind mit vielen gut Freund, denen das Wort von den Menschenrechten fremd ist, die sich hemmungslos bereichern, riesige Vermögen für sich und ihre Clique anhäufen und die Armen ausbeuten- in allen Teilen der Welt. Geht es um "unsere Interessen" sind auch viele unserer Politiker blind und die Industriebosse sowieso. 

Landunter - die Sintflut

500/800/1000? Tote in den Schlammlawinen der Vororte von Rio de Janeiro, denen dieses Mal die Wohlhabenden zum Opfer fallen.
Queensland in einer Fläche von Deutschland und Frankreich überflutet. Bangladesh wird wieder folgen. Die Sintflut.

Schneestürme in New York.

Goethes Vorahnung in seinem Zauberlehrling: "Besen, Besen seis gewesen!"

Der Besen gehorcht nicht. Wir haben den Geist aus der Flasche geholt - und die Fortschritts-Wachstumsgläubigen hoffen immer noch, er könnte ein Wunder vollbringen.

Wowereit contra Sarrazin

Klaus Wowereit hat Thilo Sarrazin den Kampf angesagt - im Wortgefecht. Sarrazins Bestseller über das Ende Deutschland ("denk ich an....in der Nacht") hat in der Bevölkerung eine so breite Zustimmung gefunden und der Integrationsfähigkeit der Deutschen eine glatte fünf beschert. Nun, ein halbes Jahr später kommt Wowi. Der Regierende ( und gern bei Mode - und Schwulenevents abwesende ) Bürgermeister von Berlin wird seinem ehemaligen Senatskollegen die Wahrheit über das Zusammenleben von Türken, Arabern, Asiaten, Südamerikanern in der Hauptstadt erzählen. Weil Wowi sich in diesen Dingen blendend auskennt, ständig in Kreuzberg, Neukölln, Friedrichshain und im Wedding unterwegs. Oder - sagen wir mal so - ist da nicht einer seiner Berater auf diese glänzende Idee mit dem Buch gekommen. Schließlich sind im Herbst Wahlen in Berlin und der kleine Berliner Sonnenkönig wird von einer Frau bedrängt, Renate Künast, dies allein schon eine grüne Unverschämtheit. Also könnte man doch mal mit dem Döner nach dem Schinken werfen.....

Weissensee

Weissensee - die ARD- Serie über das Leben in der DDR in den achtziger Jahren hat mich berührt. Die Geschichte einer Stasi - und Volkspolizei - Familie, einer Gruppe, die mir fremd war und die mit meinem Leben in Ostberlin doch eng verbunden war, zeigt die Brechungen von Systemtreue und Konflikten, die das SED-Regime verursacht hatte. Daraus entwickelt sich eine starke Spannung. Macht wird mit Gewalt, Repression, Verrat erhalten. Beeindruckend die Detailtreue. Und für mich Erinnerungen. Am Ende hofft ein verzweifeltes junges Paar auf die Hilfe durch einen Westkorrespondenten, der ihre Geschichte schreiben und so helfen könnte.
Ich habe in sieben, acht Fällen  auf eine Veröffentlichung verzichtet und so die Ausreise von Familien in die Bundesrepublik erreicht. Und das macht mich heute, dreißig Jahre später, noch froh. Allein deshalb war die Zeit in der DDR im Auftrag des "Stern" wichtig.

Erst jetzt werde ich eine dieser "Ausreise" mit Hilfe von Rechtsanwalt Vogel, dem DDR-Menschenhändler, in einem Film erzählen.

20 Jahre Einheit

Schönwetter-Reden

Das wars also mit 20 Jahre Einheit.Schönwetter-Reden vom Bundespräsidenten (Islamisten, ich bin auch euer ersterMann) und von Joachim Gauck zeigt, was er ist- tief konservativ ( Ihr Hartz-Vierer tut was!) und von oeinlich gespreizter Eitelkeit. Nichts über die Verlierer und Betrogenen aus Vergangenheit und Gegenwart, über Neonazis, Bankenbetrüger und den Zorn der Demonstranten 2010!

Vor zwei Jahrzehnten wurde die deutsche Einheit verkündet, vor zwanzig Jahren, damals war Franziska fünf und Maximilian ein Jahr alt. Heute waren wir, die Eltern, Brigitte und ich , am Vormittag am Potsdamer Platz bei der Voraufführung eines Films:Goethe!, bei dem Theresa, Brigittes Tochter, vor zwanzig Jahren noch ein Kind, für die Produktion mit verantwortlich war.

Vor drei Tagen habe ich Bilder vom Potsdamer Platz damals gesehen, eine gewaltige Brache.

Heute haben wir anschließend mit Jutta und Dieter in den Arkaden neben dem großen Kinocenter Kaffee und Kakao getrunken. Danach haben wir am Haus der Kulturen an der Spree gesessen, sind durch den Tierpark zurück in die Hähnelstrasse.

Inzwischen haben wir im Riehmers Hofgarten und in Hessenwinkel am See gewohnt, im Osten wie im Westen. Brigitte hat im Osten und im Westen große Restaurierungsarbeiten übernommen und ich habe viele Filme, vor allem im Osten, in den neuen Bundesländern, gedreht, Dokumentationen über dieses zweigeteilte Land und seine Geschichte und die Geschichten der Menschen, die gehofft haben und von denen viele gescheitert sind.

Heute sind es vor allem die Politiker, die Lob preisen - mit ein paar Einschränkungen, ermuntern, mahnen, erinnern- und gerade dabei sind immer mehr von dieser Freiheit preiszugeben und von der Sorge, auch der Fürsorge für die Menschen.

Ja, ich freue mich über unser gemeinsames Leben, über das grenzenlose Leben, über Weimar und Halle, Erfurt, Dresden, Ostberlin und doch bin ich nachdenklich, wütend, traurig......

DIE PLÜNDERUNG

Die Zeit der Plünderungen. Die Bundesregierung legt ein Acht-Milliarden-Sparpaket vor, mit dem das Volk weiter zur Kasse gebeten wird. Die Zeche der Banken-Pleiten, der Milliarden-Kredite, der Hilfen für Griechenland bezahlen die sozial Schwachen. Die Reichen werden wieder verschont. Großindustrie und Konzerne kommen ungeschoren davon. Wie sehr die Wähler dieser Koalition auf den Leim gegangen sind! Jetzt das böse Erwachen. Die Lobbyisten leisten ganze Arbeit. Es geht nicht um eine entscheidende Änderung der Politik zum Schutz von Natur und Umwelt sondern um Produktionssteigerungen, Absatz, Gewinne. Die Atomkonzerne setzen sich mit längeren Laufzeiten der Meiler durch, die ihnen Milliarden bringen – auch wenn sie davon einen Teil abgeben müssen, Geld, dass sie sich von den Verbrauchern zurückholen. So wie die Pharma-Industrie Mehrkosten an die Patienten weiterreicht. Der Kontrast zwischen arm und reich wird von Monat zu Monat größer. Es wird Zeit......

Bärbel Bohley

Zu ihrem Tod heißt es, sie sei die Mutter der friedlichen Revolution gewesen - ein Etikett, das ihr nicht gefiel. Sie war eine der Mutigen, Unerschrockenen, die dem Staat des Unrechts die Stirn bot. Sie widersprach und widerstand. Sie forderte für sich, für viele, für alle das Wichtigste: Freiheit. Sie gründete mit Katja Havemann die Initiative "Frauen für den Frieden", sie war Mitgründerin der '"Initiative Frieden und Menschenrechte" und des runden Tisches. Sie wurde eingesperrt, verhört, bedroht, nach England abgeschoben und kehrte zurück. Sie war unerschrocken - und kritisch, auch und gerade nach der Einheit. Sie entschied sich gegen die aktive Politik, die ihr mit Klüngel- und Männerwirtschaft suspekt wurde und ging zur praktischen Hilfe auf den Balkan. Sie leistete Nächstenliebe.

Sicher hat sie, so wie Katja Havemann auch, in der deutschen Politik nach 1990 gefehlt, sie hätte gewiss wichtige Akzente setzen können. Doch die Fehden und Auseinandersetzungen bei den Grünen, auch das Schicksal Petra Kellys, mussten sie abschrecken.

1981 habe ich sie einmal in ihrem Ostberliner Atelier für den Stern besucht, eine Malerin, entschlossen sich für ihre und die Rechte anderer zu engagieren. Als ich sie vor Jahren für ein Interview  gewinnen wollte und mit ihr telefonierte, lehnte sie ab. Sie verwies mich an die vielen DDR-Erklärer. Sie hatte Wichtigeres zu tun - Hilfe zu leisten für Menschen, die durch den Balkankrieg in große Not geraten waren.

Der UNVERANTWORTLICHE -Typisch Mann?

Der Skandal nach der Love-Parade-Katastrophe : Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland. Er fühlt sich nicht schuldig. Er war nicht zuständig. Als hätte er nichts gewusst, gehört und nichts gesehen. Nichts von den Warnungen die bereits im März von Experten ausgesprochen wurden. Und er lehnt seinen Rücktritt ab, auch wenn ihn nicht nur die neue Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sondern auch  Politiker aus den eigenen Reihen der CDU dazu drängen. Er wird sich dem nicht lange widersetzen können.
Sind es die Männer, die an ihren Sesseln kleben? Uneinsichtig. Hartnäcklig und hartleibig? In Hannover ist die EKD-Ratsvorsitzende Käßmann wegen ein paar Glas Wein zurückgetreten, in Hamburg eine Bischöfin, weil sie den sexuellen Mißbrauch eines Jungen nicht beachtet hatte. Sauerland ist wie Mixa unbelehrbar. Es ist beschämend!

Die Killertruppe

Die Enthüllungen über den Einsatz der US-Streitkräfte in Afghanistan bringen Licht in einen Nebel der Verschleierungen. Hier wird bekannt, was wir niemals erfahren sollten. Der Krieg in Afghanistan ist ein Desaster. ein jahrelanger Mißerfolge, eine Milliarden-Investition mit dem vermeintlichen Zielen von Terrorismusbekämpfung und der Umwandlung eines Stammes-Systems in eine Demokratie nach westlichem Muster. Nachdem Rußlands Versuch einer Stabilisierung bereits gescheitert  war, meinte der Westen es besser zu wissen.

Jetzt wird bekannt, was wir ahnten: die US-Armee scheut vor keinem Mittel zurück. Sie unterhält eine Spezialeinheit als Killerkommando, die vermeintliche Taliban gezielt "auslöschen" soll und dabei Kinder, Frauen und Alte mit tötet.
Nun gibt in den Regierungen in Washington, Berlin und andernorts nicht etwa Empörung über die Praktiken dieser autorisierten Tötungsbande sondern darüber, daß die Dokumente veröffentlicht worden sind. Die gefährdeten den Einsatz der Soldaten. Das ist Zynismus!

Millionen für den BP-Chef

Der Chef von BP geht, mit einem Lächeln. Er wird ausgetauscht und versetzt.

Zum Abschied wird er mit Millionen und einem neuen Job in Rußland "belohnt". Er, der Verantwortliche, Verantwortungslose, hat um des Profits willen, nicht für ausreichend Sicherheit gesorgt. Er ist, nach dem furchtbaren Unglück, mit einer Hochseeyacht, segeln gegangen. Er trägt die Schuld an der Verseuchung des Meeres und der Küsten im Süden der USA, daran, daß Millionen Vögel und viele andere Kreaturen elend verreckt sind, daß Tausende ihre Jobs verloren haben.
Das ist die Arroganz der Konzerne, denen Profit über alles geht, auch über die Bewahrung der Natur.

6 Milliarden

Sechs Milliarden hat die Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch" bisher gekostet. 6000 Millionen für Afghanistan. Und derweil fehlt es hier am Geld für Sozialleistungen, Kindergärten, Kommunen. Der Wahnsinn der Verschwendung wird weitergehen. In diesem Jahr mit noch einmal mehr als einer Milliarde und auch 2014 ist noch kein Ende. Wir sind längst mit einer Mission ohne Sinn und ohne Aussicht auf Erfolg gescheitert. Unsere Scheuklappen-Politiker belügen sich - und betrügen uns immer neu.

Der Präsident geht!

Er geht - aufrecht. Horst Köhler hat das Schloß Bellevue verlassen. Ein Bundespräsident, der sich nicht fügte. der sich nicht verbiegen ließ. Ein Volkspräsident, der widersprach, aufforderte, aufrüttelte, aussprach, was viele dachten. Er war der Häme ("der König von Afrika!") und der mangelnden Unterstützung durch die politische Führung überdrüssig. Er hatte die Banken angeprangert, die Regierenden aufgefordert nicht zu streiten sondern endlich zu handeln. Es war nicht verantwortungslos zu gehen sondern ein Akt der Selbstachtung - und das bedeutet Hochachtung. Nun wird hastig gesucht und entschieden, für einen willfährigen Kandidaten oder eine angepasste Kandidatin.

Köhler spricht es aus!

Horst Köhler, der erste Mann im Staat, unser Bundespräsident spricht es aus: unsere Soldaten verteidigen uns nicht nur - am Hindukusch, in der Straße von Hormus, überall wo es erforderlich ist. Nein, sie sind auch im Einsatz, um wirtschaftlixhe Interessen Deutschlands zu vertreten. Nicht nur die Amis machen das so - sondern auch wir. Daran hat sich seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden nichts geändert. Es geht ums Geschäft - um Bodenschätze, um Export, ums Geld. Horst Köhler spricht wie Karl Marx oder die Linken-Vorsitzende Lötsch, wie Sarah Wagenknecht oder Gregor Gisy. Jetzt ist es Allgemeingut - die Katze ist - aus dem Sack!

US-Patriot in Polen

Die USA stationieren Patriot-Raketen im Norden Polens, in den Masuren, nicht weit von Rußland und Kalinigrad entfernt. Als Verteidigungsmaßnahme, wie es heißt, gegen den Iran und mögliche terroristische Angriffe. Sie sind dazu vom polnischen Ministerpräsidenten Tusk gedrängt worden, der , Trauma Polens, sein Land so auch vor dem östlichen Nachbarn schützen möchte. Moskau wird daraufhin seine Ostseeflotte verstärken. Abrüstung? Gespräche? Verhandlungen?
Ein neues Wettrüsten. Dazu noch eine Nachricht: Die NATO wird zur europäischen Atommacht. Der Wahnsinn geht weiter. Wessen Wahn?

Yogi in Not - ohne Ballackmann

Das größte Problem - größer als die Schulden, Finanzkrise, Steuerrsenkungen, Steuererhöhungen: Michael fällt aus ! Unser Ballackmann. Der Kapitän. Die Leitfigur. Der Regisseur der DEUTSCHEN NATIONALMANNSCHAFT ist in Südafrika nicht dabei. Das ist bitter. Unsere Sorgen, die wir haben aber:  Yogi blickt nach vorn und sagt:Yes we can! Und das deutsche Volk, wir alle, hofft wieder einmal auf den Sieg. Benötigen wir dringend in den Zeiten der Depressionen.

Extremismus in NRW?

Die FDP erklärt die Linke zur extremistischen Partei - das alte Gespenst des Sozialismus geht um. Warum? Die Linke in NRW (ohne PDS-Vergangenheit) hat unter anderem die Verstaatlichung der Energiekonzerne gefordert. Ein Skandal - will doch RWE die Laufzeiten alter gefährlicher Atommeiler verlängern um so weiter kräftig abkassieren zu können, ohne Rücksicht auf unkalkulierbare Risiken. Wo kommen wir da hin, wenn zum Beispiel die Banken und Plünderkonzerne der Pharmaindustrie an die Kandare genommen werden würden. Wer eigentlich sind die Extremisten in diesem Land? Die Betrüger in Nadelstreifen, die Deutschland in die größte Krise seit der Gründung der Bundesrepublik gestürzt haben - aber nein, sie sind eine ehrenwerte, schützenswerte Gesellschaft. Sie sind die eigentlichen Herren im Lande. Keine Bange, die Linke hat bereits signalisiert, ihre Forderung sei von der Bundespartei abhängig - zunächst einmal gehe es um praktische Politik - jetzt. Auch gegen die Polemik der Freien Wirtschaftsdemokraten.....

Thierses Widerstand gegen Rechts

Wolfgang Thierse - Vizepräsident des Deutschen Bundestages gab am ersten Mai in Berlin ein Zeichen. Er war in der vordersten Reihe der Demonstranten, die gegen den Aufmarsch der Neonazis protestierten. Er beteiligte sich an der Sitzblockade und zeigte so zivilen Ungehorsam gegen die Polizei als Staatsmacht. Es waren  viele tausend, die dem neubraunen Mob Einhalt geboten. In Berlin war möglich, was bereits in Dresden gelungen war. Dennoch: der Erfolg darf nicht täuschen, daß Neonazis mit ihren Parolen in vielen Regionen, vor allem im Osten, Zustimmung finden und Zulauf haben. Sie nutzen Arbeitslosigkeit, Resignation, wirtschaftliche Verödung ganze Gebiete und versprechen Änderung. Sie säen Hass. Sie demonstrieren. Ungehindert. Sie schaffen die ausländerfreie Zonen.

Wolfgang Thierse  empört sich. Wo aber sind die anderen aus der "großen Politik"? Warum setzen nicht auch die anderen ein Zeichen und sind mit dabei - eine große Koalition der Demokraten - mit Steinmeier, Westerwelle, Künast, Trittin, Lafontaine und Merkel? Ist es Feigheit? Sind solche Gemeinsamkeiten verpönt? Könnte dieses gemeinsame Bekenntnis gar Wählerstimmen kosten? Überläßt man diese Auftritte besser anderen?  Thierse gibt ein Beispiel. Andere sollten ihm folgen

Hoffnung in NRW

Ein guter Tag. Ein Ende von Westerwelles Hochmut. Und die Hoffnung, daß der Vorherrschaft der Großindustrie Einhalt geboten wird - ob nun bei den Laufzeiten der alten Atommeiler oder bei Chenie und pharmazeutischer Industrie.  Schwarz-Gelb ist in Düsseldorf abgewählt. Dir Mehrheit der Berliner Koalition im Bundesrat gebrochen. Hier wird in Zukunft nicht mehr durchgewunken. Der Verlierer Rüttgers (über 10 % Verlust) hat 6000 Stimme Vorsprung. Das wird ihm nichts nutzen. Die Kraftfrau kommt ! Übrigens es war Frauentag: die Vorsitzenden von SPD,Grünen und Linkspartei - Frauen!

Dominik Grafs Russen Saga

Unbedingt sehenswert : "Im Angesicht des Verbrechens" - das große Acht-Stundenwerk Dominik Grafs ist ein großes Fernseh- , ein fulminentes Bildereignis, das ich mir bereits nach den ersten beiden Folgen auf ARTE als Gesamtwerk an einem Tag oder zwei Tagen in Kino wünschte.
Dieses Sittengemälde der Berliner Russenmafia ist weit mehr als einer der üblichen Krimis von der Stange, eine opulente Erzählung über die Strukturen des Verbrechens in allen Facetten, mit großen Charakterstudien, die nicht  Klischee sind, mit einem Geflecht von Beziehungen, mit dramatischen Geschichten und immer neuen Reflexionen. Hier gibt es nicht  allein die Guten und die Bösen sondern Biografien.
Kritiker waren bereits vor der Ausstrahlung fasziniert und begeistert, lobten das Graf-Werk als ein Kapitel Fernsehgeschichte. Das ist richtig - und darin liegt auch das Problem. Es ist lobenswert, daß sich das deutsche Fernsehen auf dieses Wagnis eingelassen hat. Soviel freilich läßt sich schon jetzt sagen: einem großen Teil der Zuschauer wird "Im Angesicht des Verbrechens" zu kompliziert sein.Sie sind die überschaubare Massenware gewohnt, die zu drehen ebenso simpel wie preiswert ist.
Selbst Dieter Wedels "Gier" war im Vergleich  mit Grafs Meisterwerk platt und ärgerlich

Römische Wurzeln

Sechs Tage und Nächte in Rom - eine Offenbarung. Erkenntnis über unsere Prägungen und über unsere gegenwärtige Vergeblichkeiten. Zeugnisse aus über 2000 Jahren. Monumente, die den immer neuen Wahn der Menschen überdauert haben - Pantheon, Forum Romanum, Villa Borghese, Petersplatz und Petersdom: Zeugnisse der immer währenden Sucht nach Größe und Verblendung - dazwischen Zehntausende auf hastiger Suche, flüchtige digitale Blicke ohne Verständnis. Ratlos, geschwätzig wortlos.

Viele Stunden von Staunen, Stille und Genuß.

Ja, ich habe die Münze geworfen. Will wieder sehen!

Alle Wegen führen nach Rom?

Bangen und Hoffen. Warten, abwarten, Tee trinken. Am Mittwochnachmittag het unser Flugzeug nach Rom. Ganz easy-Jet, wenn die Maschine abhebt, Das aber liegt in Gottes Hand - oder in der Entscheidung der Wissenschaftler, die nun von den Airlines wegen riesiger Millionen-Verluste kritisiert werden. Schwedische Kampfjets aber sind mit erheblichen Schäden von Testflügen zurückgekehrt. Das müssen wir nicht haben. Lieber bleiben wir zu Hause. Reisen im Herbst. Dann umweltfreundlich - mit der Bahn.

Schein-Heilig

Sehr geehrter Bischof Mixa, Hoch - Würden oder so,

das ist wirklich gemein, daß Sie in dieser unwürdigen Form bedrängt werden. Sie haben doch nichts Böses getan - Goitt bewahre! Die Vorwürfe, Sie hätten Kinder als Stadtpfarrer mißhandelt ist infam. Mißhandelt! Was für ein Wort. Sie haben sie gezüchtigt, damit sie gottesfürchtig werden. Und das auch nur im Rahmen des Üblichen: hier und damal eine Watschn, eine Kopfnuss, ein paar Schläge auf den Hinterkopf und auch mal etwas Dresche. Das hat noch niemandem geschadet. Diese Gören, alle aus schlechten Verhältnissen, mussten doch lernen, was es heißt zu Kreuze zu kriechen. Daß sie jetzt mit Vorwürfen kommen, nach Jahrzehnten, zeigt nur, wie verderbt diese Gesellschaft ist, wie weit es mit diesem Land gekommen ist.

Das alles ist wirklich SCHEIN-HEILIG: Gott bewahre ich meine nicht Sie- ich meine diese Mißratenen, die sich gegen einen Bischof auflehnen. Ich frage Sie, wo kommen wir da noch hin?

Grüß Gott

 

OHNeMACHT

Wir sind machtlos. Von einer Stunde zur nächsten. Ein Vulkan bricht aus, eine Aschewolke zieht über Europa, der Flugverkehr wird lahm gelegt. Der norwegische Regierungschef regiert vom Flughafen in New York aus, die Bundeskanzlerin ist in Lissabon im Hotel notgelandet. Hunderttausende erreichen nicht ihr Ziel. Geschäfte werden nicht abgeschlossen, Urlaubsziele unerreichbar.

Vulkane, Erdbeben rund um den Globus - und die Menschen in ihrer Überheblichkeit, die meinen, alles zu beherrschen, werden zu dem, was sie sind: hilflose Geschöpfe - OHN-e MACHT.

Sarrazins Wahrheit

Sarrazin teilt wieder aus. Der ehemalige Berliner Senator und heutige Mann bei der Deutschen Vank hat wieder einmal gestänkert - gegen Migranten und anderes Armenvolk. Unterschicht-Familien würden ihr Hartz IV - Geld eher für elektronische Geräte ausgeben statt für ordentliches Essen und ihre Kinder in die Suppenküchen schicken. Schon geht die Pfui-Teufel-Beschimpfung gegen Sarrazin erneut los. Gewiss, seine Pauschale-Schelte trifft sicher auf viele der Betroffenen nicht zu - aber doch auf einen großen Teil. Wer das bestreitet, ist scheinheilig. Die Käufer von Flachbild-Fernsehern, Computerspielen, Konsolen, Handys sind umworbene Kosumenten und Opfer zugleich. Ihnen wird mit massiven Werbeattacken suggeriert, was zum Leben dazu gehört. Die Industrie - auch die Lebensmittel- und Fast-Food - Industrie betreiben betreiben eine Entmündigung, die zum System gehört, bei dem der Verbraucher auch um sein letztes Geld ausgeplündert wird. Da können alle Westerwelles, Brüderles, Kynasts und Wowereits, Politiker aller Parteien  in alle Richtungen argumentieren soviel sie wollen - Sarrazins Attacken sind richtig - sie treffen nur die Falschen.

Kachelmanns Schweigen

Aus dem Knast ist er nicht raus - aber aus den Schlagzeilen. Jörg Kachelmann, unser Wetterguru war in den vergangenen Tagen den Boulevardmagazinen (öffentlich-rechtlich wie privat) und den Blättern, die sich ums Grobe kümmern, kein Wort und keine Zeile mehr wert. Er hat keinen Haftprüfungstermin beantragt, war Ostern hinter Gittern und läßt auch über seinen Anwalt nichts sagen. Verstummt auch die Stimme des Volkes, die meinte, er sei das Opfer einer infamen Verleundungskampagne seiner Ex-Freundin, die sich als Verlassene an ihm rächen wollte. Ganz so einfach scheint es wohl doch nicht zu sein. Hatte der nette Jörg nicht zunächst eine DNA-Probe verweigert, ihr dann doch schließlich zugestimmt?

Die Geschichte geht weiter - und irgendwann wird sie wieder für Schlagzeilen sorgen. Und wir erleben: Kachelmanns Schweigen!